Skip to main content

Fünf Säulen der Spiritualität

In den letzten Jahren sind wir öfters angefragt worden, ob wir nicht ein Projekt anbieten wollten, in dem Spiritualität, die Essenz unserer Arbeit, ganz im Fokus stünde, um daraus ein umfassenderes Verständnis für gelebte Spiritualität im Alltag verinnerlichen und vertiefen zu können. Wir kommen diesem Bedürfnis jetzt sehr gerne nach mit dem Angebot, zweimal jährlich ein verlängertes Wochenende essentielle Themen zu erforschen, an denen wir Einsicht, Verständnis und Liebe vertiefen und erweitern können.

Wir möchten in diesem Zusammenhang auf die tiefe, heilsame Wirkung und den hohen Wert der bewusst gelebten Gemeinschaft hinweisen. Viele erleben das Eintauchen in die »Arbeit«, wie ein Nachhause kommen. Dieses »Nachhause kommen« hat verschiedene Ebenen: Zum Einen wird es auf der Ebene des Herzens erlebt. Schon Christus vermittelte uns diese grundlegende Botschaft: »Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, dann bin ich mitten unter euch«.

Für uns bedeutet das: Wenn Menschen ihren Fokus auf Bewusst­heit, Liebe und Acht­samkeit lenken, öffnet sich ein Raum, in dem tiefe Verbun­den­heit mit allem Sein und Ankom­men in der eigenen Mitte, erfahren werden. Das Ende von Tren­nung und Isola­tion. In der Annahme der eigenen Geschichte mit Acht­samkeit und Bewusst­heit, mit Liebe und Mit­gefühl für das Mensch­liche und Allzu­menschliche, gehen wir gemeinsam diesen Weg. Wir fühlen uns aufgehoben, gesehen und getragen.

In diesem oftmals wilden Leben mit seinen Achter­bahnen und Heraus­forde­rungen wird dieses Zusammen­sein meist als enorme Kraftquelle und Unter­stützung erlebt. Es hilft uns die nächsten Schritte auf dem Weg zu gehen. In dieser, der tieferen Wahrheit verpflichtenden Gemeinschaft, erinnern wir uns gegenseitig daran, wer wir wirklich sind und was wesentlich ist auf dem Weg. Die andere Ebene des »Nach Hause kommen«, wird auf der Ebene des Seins erfahren. Wir tauchen gemeinsam ein in Stille und öffnen uns dem grenzen­losen, ewigen Jetzt. Wir unter­stützen uns gegen­seitig beim Erwachen. Wir kommen mehr und mehr in unserem wirklichen Zuhause an. Dem Raum, aus dem wir die schweren und die leichten Bewegungen des Lebens bejahen und mit Zuversicht und Vertrauen geschehen lassen.

Das Leben ist ein stetiger Prozess der Veränderung, vermutlich bis zu unserem letzten Atemzug. Gleich­zeitig eröffnet uns das Leben von Moment zu Moment neue Wachs­tums­räume, manchmal sehr dunkle und enge, dann wieder weite und lichte Räume, die unser Herz erweitern wollen. In allen spirituellen Schulen bekommt an dieser Stelle der »Gemeinschaft« eine besondere Bedeutung zu. Es ist gut, besonders in schweren Zeiten, in so einer Gemeinschaft von Menschen aufgehoben und unterstützt zu sein. Geduldig und beständig erinnert zu werden, nicht wieder in alte, unbewusste Konditionierungen und zerstörerische Verhaltensweisen zurück zu fallen.

Darfst du dir erlauben, geliebt und getragen zu sein, dein Herz zu erweitern und in einer Offenheit von Moment zu Moment mit diesem einzigartigen Leben voller Wunder zu sein? Wenn ja - fühl dich herzlich von uns eingeladen.

Die einzelnen Gruppen des Projektes:

Liebe

Wenn wir im Rahmen von spirituellem Verständnis von Liebe sprechen, wird schnell deutlich, dass es sich nicht um unsere romantischen Vorstellungen von Liebe und Verliebtsein handeln kann. Diese Form der Liebe, die stark über unsere Hormone, unsere Gefühle, unsere Vorlieben und sehr viel über den in der Kindheit erlebten Mangel befeuert und ausgelöst wird. Wie wir alle wissen, ist diese Art der Liebe ein Antrieb für starke Gefühle und Leidenschaften, aber mindestens genau so viel Ursache für großes Leiden, Schmerz, Verzweiflung und Enttäuschung. Und auch sie kommen und gehen, diese leidenschaftlichen Gefühle, und können somit weder eine Grundlage für eine dauerhafte Liebesbeziehung oder eine wirkliche Ausrichtung fürs Leben bieten.

Wir werden in dieser Gruppe die spirituelle Dimension der Liebe in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stellen. Die bedingungslose Liebe, die sich in jedem anderen Menschen wieder erkennt. Die Aussage von Christus: »Liebe deinen Nächsten, wie dein Selbst« weist uns den Weg, wie Liebe zu einem Heilsweg werden kann. Einen Weg, der die Bereitschaft voraussetzt, Urteile und Wertungen in Frage zu stellen und hinter sich zu lassen. Sich verletzlich zu machen, und sein Herz Schritt für Schritt für die dunklen und hellen Seiten des Lebens zu öffnen. Wir erfahren dann zunehmend, dass Liebe ein Raum ist, ein unendlich feiner Ausdruck des unendlichen, ewigen Seins. Ein Raum, der alles umhüllt, durchdringt und heilt, der größer ist, als jeder Schmerz und sogar größer ist als der Tod.

Der Schlüssel zu diesem Raum ist das bedingungslose Ja, die Hingabe an das Leben, so wie es ist - machmal geschieht das leicht und fliessend und dann wieder sind wir darin schmerzlich und existenziell gefordert. Begebe dich auf diesen Weg und du realisierst, das du diese Liebe bist.

Erkenntnis

Erkenntnis ist ein wichtiger Schlüssel für das Erwachen auf dem spirituellen Weg. Die Frage: »WER BIN ICH ?« wir in den meisten spirituellen Traditionen auf die eine oder andere Art und Weise gestellt. Besonders im »Advaita« wird diese Frage als kraftvolles Werkzeug genutzt. Die Erforschung, wer wir sind, was kommt und geht, was bleibt und keinem Wandel unterzogen ist, ist die zentrale Frage, die uns Einsicht in unsere menschliche und unsere spirituelle Natur gibt. Es handelt sich dabei um keine intellektuelle oder theoretische Frage, sondern um eine existenzielle, die immer wieder nur aus unserem eigenen Erfahrungsraum beantwortet werden kann.
In dieser Gruppe werden wir mit dieser grundlegenden Frage, des »Wer bin ich« arbeiten. Dieses wunderbare Werkzeug führt uns durch die verschiedenen Schichten unserer Persönlichkeit, durch alle Ebenen der gedanklich, emotionalen Identifikation hin zum schlichten und formlosen Sein, das wir immer waren und sein werden. Es ist wie ein Prozess der Enthüllung, in dem wir uns gewahr werden und fortwährend unterscheiden, was kommt und geht (Gedanken, Gefühle, Körpersensationen, Sinneswahrnehmungen) und zugleich den Raum wahrnehmen, in dem das alles stattfindet. Suchen wir Sicherheit und Erfüllung in dem, was kommt und geht, ist tiefes Leiden vorprogrammiert. Können wir die Bewegungen aus dem unbegrenzten und weiten Raum geschehen lassen, sind wir frei und das Leiden hat ein Ende - immer wieder.

Präsenz - Leben aus der Mitte

In dieser Gruppe werden wir untersuchen, was uns unterstützt, in diesem Leben mit seinen vielen Herausforderungen in unserer Mitte zu bleiben, bzw, wenn wir aus ihr heraus gefallen sind, wieder in sie zurück zu kehren. Immer wieder gibt es in unserem Leben Erfahrungen zu bewältigen, die uns schwer erschüttern.

Scheitern, Krankheiten, Trennungen, Verluste, Tod eines geliebten Menschen, Krisen, die uns in unseren Ängsten, in unserem Schmerz, in unserem Zweifel unseren existenziellen Unsicherheiten berühren. Das, was gerade noch Halt gebend und sicher erschien, weicht Unsicherheit und Bodenlosigkeit. Oft beginnen wir in solchen Situationen zu kämpfen oder uns ohnmächtig, als Opfer zu fühlen und unser Handeln ist eher von unserer Angst und unserem Getrieben sein geleitet, statt von Zuversicht und Vertrauen. Wie können wir unsere schmerzlichen und beängstigenden Gefühle zu uns nehmen und damit in Frieden sein?

  • Wie können wir in Frieden kommen, mit dem was uns im Inneren und Äusseren begegnet?
  • Wie können wir in diesen Moment hinein entspannen?
  • Was unterstützt uns, wieder in unsere Mitte zu finden und aus diesem Raum kreative Lösungen zu finden und kraftvoll handeln?

Meditation

Wir halten inne und beginnen mit Achtsamkeit nach Innen zu schauen. Wir beobachten unseren unendlich erscheinenden Fluss von Gedanken, die daraus resultierenden Gefühle und Körpersensationen. Wir erkennen, wie aus diesen Erfahrungen, die wir aufs Leben legen, unsere einmalige, oft sehr begrenzte und leidvolle Wahrnehmung der Wirklichkeit entsteht, die uns zu unseren oft sehr zwanghaften und sich ständig wiederholenden Reaktionen bewegt.

Durch das Bezeugen führen wir eine neue Dimension in unser Leben ein. Wir können uns achtsam erforschen, unsere inneren Bewegungen anschauen, ohne etwas tun zu müssen, ohne schmerzhaft für uns oder andere reagieren zu müssen. Vieles, was im Dunkel unseres Bewusstseins liegt, kann ins Bewusstsein kommen, angeschaut werden und muss nicht mehr unser Leben bestimmen. Es entsteht Freiheit zu sein. Gleichzeitig erfahren wir, dass jeder noch so erschreckende Gedanke, jedes noch so schmerzliche Gefühl und körperliche Bedrängnis kommt und geht. Welche Erleichterung!

Im wachen Beobachten der Erfahrung, nehmen wir immer mehr den Raum wahr, in dem die Erfahrungen auftauchen und erforschen auch ihn. Wir kommen in Berührung mit dem unbegrenzten, ewigen, stillen Raum des Seins, aus dem jede Erfahrung hervor geht und auch wieder in ihn zurück kehrt. Mehr und mehr kann sich die Erfahrung der achtsamen, präsenten Wahrnehmung auch in den Alltag hinein entfalten, und dein Leben auf eine grundlegende Art verändern und transformieren. Du kommst in Frieden mit dem was ist. Du stimmst dem lebendigen Fluss des Lebens zu, mit seinen stetigen Veränderungen, in seinem Kommen und Gehen, in seiner Vergänglichkeit und seinem Neubeginn. Du bist hier, du bist im jetzigen Moment - dem einzigen Leben, das es für dich gibt.

Freude

Die Sehnsucht nach Freude ist eine zutiefst menschliche, jedoch suchen wir oft auf einer Ebene nach ihr, wo es nur um eine sehr kurzfristige Bedürfnisbefriedigung geht. Ist das Bedürfnis befriedigt, ist die Freude ein sehr kurzer Gast und es meldet sich schnell ein neues Bedürfnis. Wir suchen im Aussen nach der Erfüllung unserer Bedürfnisse und gehen davon aus, dass wenn alle unsere Bedürfnisse befriedigt sind, wir ein Leben in Freude haben.

Weit gefehlt. Ist das Bedürfnis befriedigt, ist die Freude ein sehr kurzer Gast und es meldet sich schnell ein neues Bedürfnis. Tatsächlich besteht oft sehr wenig Zusammenhang zwischen der Befriedigung von Bedürfnissen und einem Leben in Freude - geschweige denn, eines anhaltenden freudig, unterströmten Lebens. Wir werden in der Gruppe erforschen, was wirkliche Quellen der Freude in unserem Leben sind und wie wir sie in unser Leben verwirklichen können. Ein grundlegender Schlüssel zur Freude ist Dankbarkeit - für das was in unserem Leben ist und für das was wir sind.

Auf einen weiteren wichtigen Aspekt weisst das Sprichwort hin:
Geteiltes Leid ist halbes Leid,
Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Oder ganz schlicht: Geben ist seliger denn Nehmen.

Kosten pro Seminar (3-tägig): 320,– € zuzüglich Unterkunft/Verpflegung

Kosten pro Seminar (4-tägig): 350,– € zuzüglich Unterkunft/Verpflegung

Seminarort: Forum Grube Louise

Wenn du Fragen hast, rufe uns gerne an oder schreibe eine Mail. Wir freuen uns, von dir zu hören.

Kontakt